2. Warnstreiktag der Beschäftigten bei uni-assist

Pizza statt Kuchen

Nach dem ereignisreichen gestrigen Tag, an dem es uns mit unseren Aktionen gelang, unsere Forderungen kraftvoll in die Öffentlichkeit zu bringen, sollte es am heutigen 07.08.19 darum gehen, den Blick nach innen zu richten und den zweiten Warnstreiktag für eine konzentrierte Beschäftigung mit unseren Themen in Arbeitsgruppen zu nutzen. Dafür hatte uns ver.di in seiner Berliner Landesgeschäftsstelle vom frühen Morgen bis weit in den Nachmittag hinein Räumlichkeiten und Verpflegung zur Verfügung gestellt.

Zu tun gab es genug für die wieder so zahlreich und mit unvermindertem Enthusiasmus erschienenen Kolleg*innen.

Eine der drei Arbeitsgruppen beschäftigte sich mit der Frage, wie wir an die Studierendenvertreter unserer Mitgliedshochschulen herantreten und diese für unsere Forderungen sensibilisieren können, denn für eine erfolgreiche Tarifarbeit gilt es, alle sich bietenden Vernetzungsmöglichkeiten in die Hochschulgremien hinein zu nutzen.

Eine zweite Gruppe fand sich zu einer Art Schreibwerkstatt zusammen. Hier wurden persönlich gehaltene Briefe verfasst, in denen die Kolleg*innen jeweils ihre individuelle Betroffenheit von den Arbeitsbedingungen bei uni-assist schilderten. Diese Briefe werden an Hochschulleitungen und Landesministerien geschickt, um unsere schon begonnene Informationsarbeit gegenüber relevanten Akteuren voranzutreiben.

Die dritte Arbeitsgruppe schließlich setzte sich intensiv mit den Inhalten unseres Tarifvertragsentwurfs (2019_7_8_Entwurf HTV uni-assist e.V.) auseinander. Dabei konnten einige Punkte – wie etwa der zur Kind-krank-Regelung – durch den Input betroffener Kolleg*innen bereits präzisiert werden. Vereinbart wurde, interessierte Kolleg*innen, die nicht Mitglied der Tarifkommission/Tarifinitiative sind, künftig noch stärker in unsere Arbeit einzubinden. So wurden Arbeitsgruppen zu unseren Hauptthemen im Tarifvertrag gegründet, die die Arbeit der Tarifkommission eng begleiten werden.  Es entspricht unserer Philosophie, dass wir unsere Vorschläge stets in Rückkopplung mit den Interessen und Bedürfnissen der Belegschaft entwickeln und zur Debatte stellen.

Eine solche ergebnisoffene und sachorientierte Diskussion wünschen wir uns auch für unsere weiteren Tarifverhandlungen. Dazu müssten dann aber endlich auch von Arbeitgeberseite Vorschläge auf den Tisch kommen.

Nachdem wir uns mit reichlich Pizza gestärkt hatten, machten wir uns daran, unsere weiteren Schritte zu planen.

Ein wichtiger Termin wird das Treffen der Tarifinitiative am Donnerstag kommender Woche (15.08.19, genauer Ort und Uhrzeit siehe rechts) sein, das allen interessierten Mitstreiter*innen offen stehen wird.

Wir werden euch hier rechtzeitig mit weiteren Infos versorgen.

Morgen geht es erst mal wieder mit neuem Schwung und guter Laune zurück an unsere Arbeitsplätze. Wir freuen uns darauf 😉